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BRIEFING MIT TIMO
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📺 Episodenbesprechung 07.09.2026 · 1 Std. 12 Min.

Strange New Worlds S04E07 – „Like Chronitons Through the Hourglass": Die Besprechung

Unsere Bewertung
Timo 8/10 ★★★★★★★★☆☆Basti 4/10 ★★★★☆☆☆☆☆☆Marcel 5/10 ★★★★★☆☆☆☆☆

Timo, Basti und Marcel besprechen die siebte Folge der vierten Staffel von Strange New Worlds, „Like Chronitons Through the Hourglass" (deutscher Titel: „Wie Chronitonen durch das Stundenglas"), ausgestrahlt am 3. September 2026 auf Paramount+. Drehbuch: Dana Horgan (ihre dritte Folge dieser Staffel) und Executive Producer Bill Wolkoff, Regie: Anna Dozoka in ihrem Star-Trek-Debüt. Der Titel zitiert die berühmte Introzeile von „Days of Our Lives" – „like sand through the hourglass, so are the days of our lives" –, der am längsten ununterbrochen laufenden TV-Serie der Welt (1965 bis 2022, ohne eine einzige Pause). Zurück ist Trelane (Rhys Darby), der die Enterprise-Crew mit einer waschechten Soap-Opern-Illusion überzieht: Amnesie, eine geheime Tochter, Herztransplantation, Werbepausen inklusive Blick in die Kamera. Trelane gehört offiziell zum Q-Kontinuum und absolviert mit dem Experiment offenbar seine Abschlussprüfung, bewertet von einer Aufseherin im Hintergrund, deren Robe alle drei eher an die Time Lords aus Doctor Who erinnert als an Qs klassische Richterrobe aus der Next Generation. Ab hier wird gespoilert.

Einzig Pike bleibt von der Illusion unberührt, weil er, wie die drei vermuten, längst seine eigene, unbewusste Fantasie um seine im Staffel-3-Finale verlorene Tochter mit sich trägt. In der Soap wird ausgerechnet Uhura zu seiner vermeintlichen Tochter erklärt, komplett mit leerem Rezeptbuch als Requisite und einem waschechten „Ich liebe dich"-Abschied, in dessen exakter Sekunde die Folge vom eingeengten 16:9-Fernsehbildformat zurück auf das normale Kinoformat springt – ein Detail, das Timo erst beim Zurückspulen live im Gespräch entdeckt. Nebenbei bekommt Spock (Ethan Peck in Doppelrolle) einen bösen Zwilling verpasst: seinen Halbbruder Sybok, der La'an ein Kal-toh-Spiel um Spocks rettendes Herz anbietet, fliehen will und sich am Ende doch selbst opfert. M'Benga kämpft parallel mit Weltraumwahnsinn und Selbstzweifeln an seiner Sternenflotten-Laufbahn, was Basti wenig überzeugend an die eigentliche Storyline angeknüpft findet, im Gegensatz zu Ortegas' echtem Trauma aus Staffel 3. Als Bonus spielt Deidre Hall, echte „Days of Our Lives"-Legende mit über 5.000 Folgen auf dem Buckel, die Bordtherapeutin Dr. Chivers, im selbstgeschneiderten Kostüm, das sie eigenen Angaben zufolge in anderthalb Tagen genäht hat.

In der Bewertung gehen die drei diesmal deutlich auseinander: Timo vergibt eine 8 und lobt vor allem den Humor und den runden, rund 30-minütigen Soap-Teil mit anschließendem stillem Epilog in der Bordbar. Marcel (5) und Basti (4) würdigen zwar die handwerklich saubere Soap-Parodie mit Weichzeichner und künstlichen Pausen, finden aber, dass der emotionale Pike-Moment am Ende zu kurz und unmotiviert bleibt, um wirklich zu berühren. Kritisiert wird außerdem, dass Staffel 4 insgesamt kaum noch roten Faden zeige und sich wie ein reiner Genre-Reigen ohne echten Fortschritt anfühle. Zum Ausklang blicken die drei auf die nächste Folge voraus, „Orders of Magnitude": Ein Admiral Rieger (gespielt von Joe Morton) übernimmt das Kommando über die Enterprise, um ein fremdes Schiff zu jagen, die drei tippen auf Kriegsfilm-Vibes à la „Jagd auf Roter Oktober".

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