Strange New Worlds S04E08 – „Orders of Magnitude": Die Besprechung
Timo, Basti und Marcel besprechen die achte Folge der vierten Staffel von Strange New Worlds, „Orders of Magnitude" (deutscher Titel: „Verhältnismäßigkeiten"), ausgestrahlt am 10. September 2026 auf Paramount+. Drehbuch: Star-Trek-Urgestein Alan B. McElroy (u. a. verantwortlich für „What Is Starfleet?", „Terrarium" und „Valles Marineris"), Regie: Sharon Lewis, die mit McElroy schon bei „What Is Starfleet?" zusammengearbeitet hat. Aufgenommen wurde diese Folge ausnahmsweise in Präsenz bei Marcel zu Hause, kurz nach einem gemeinsamen Ausflug von Timo und Basti zum Movie Park anlässlich 60 Jahre Star Trek. Die Folge selbst teilt sich in zwei parallele Handlungsstränge: Auf der Enterprise übernimmt Kriegsheld Admiral Reeger (Joe Morton) das Kommando, um ein getarntes Schiff zu jagen, das beim Massaker von Borgo V fünf Millionen Zivilisten getötet hat, während Captain Pikes kleiner Landetrupp auf einem einsamen Planeten in einem alten Höhlensystem einem SOS-Signal nachgeht. Ab hier wird gespoilert.
Auf der Enterprise entwickelt sich die A-Story zu einem munteren Genre-Mix: erst Jagd auf Roter Oktober, dann Moby Dick, am Ende Meuterei auf der Bounty. Reeger macht den frisch angereisten Lieutenant Commander Kirk kurzerhand zum Ersten Offizier, düpiert ihn aber vor der ganzen Brücke und lässt aus reiner Mutmaßung per Order 24 einen zivilen Frachter und eine ganze bewohnte Planetenoberfläche vernichten. Kirk und sein Bruder Sam decken auf, dass Reeger bei der Schlacht von Zeta Reticuli in Wahrheit kampfunfähig war und sich den Heldenmythos seines eigentlichen Retters George Kirk angeeignet hat, indem er dessen Logbucheintrag fälschte. Die Auflösung hat noch einen Dreh mehr: Nicht Kirk, sondern M'Benga hat Reeger unter Drogen gesetzt, um ihn zu entlarven, und nimmt die Schuld dafür bewusst auf sich, aus alter Verbundenheit zu George Kirk. Parallel gerät Pikes Landetrupp in die Hände andorianischer Schmuggler, die ihre Funkausrüstung so umbauen wollen, dass sie Föderationssignale imitiert; Uhura befreit sich und den Rest der Gruppe am Ende in einer überraschend brutalen Kampfszene. Die verletzte Kadettin Asha erholt sich zwar, entscheidet sich aber, zurück nach Vulkan zu gehen, während Uhura von Pike zum Lieutenant Junior Grade befördert wird, mit einem Gruß an ihren verstorbenen Mentor Hemmer.
In der Bewertung sind sich Timo, Basti und Marcel diesmal ausnahmsweise komplett einig: alle drei vergeben eine 9, Basti mit dem Hinweis, dass er im Rückblick lieber dieser Folge die Zehn gegeben hätte, die er einst der dritten Folge der Staffel gab. Gelobt werden vor allem die dichte Verzahnung beider Handlungsstränge, die stillen, kameragetriebenen Szenen auf der Brücke und die vielen TOS-Anspielungen (Bootsmannspfeife, Jeffries-Röhren in Original-Farben). Einzig die B-Story auf dem Höhlenplaneten wird als vergleichsweise dünn kritisiert. Zum Ausklang blicken die drei auf die nächste Folge voraus, „Once La'an a Time" – der deutsche Titel steht noch nicht fest, dem Wortspiel nach dürfte es aber eine waschechte Märchen-Folge rund um La'an werden.
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