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BRIEFING MIT TIMO
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📺 Episodenbesprechung 28.09.2026 · 1 Std. 45 Min.

Strange New Worlds S04E10 – „Tomorrow's Enterprise“: Die Besprechung

Unsere Bewertung
Timo 6/10 ★★★★★★☆☆☆☆Basti 5/10 ★★★★★☆☆☆☆☆Marcel 10/10 ★★★★★★★★★★

Timo, Basti und Marcel besprechen das Staffelfinale der vierten Staffel von Strange New Worlds, „Tomorrow's Enterprise“ (deutscher Titel: „Die Enterprise von morgen“), ausgestrahlt am 24. September 2026 auf Paramount+. Regie führte Chris Fisher, ein Urgestein der Serie mit mittlerweile fünf Regie-Credits – sein erster war das Staffel-1-Finale „Quality of Mercy“ –, das Drehbuch stammt von Showrunner Henry Alonzo Myers zusammen mit Robbie Thompson, der in dieser Staffel schon „The Griffin Incident“ geschrieben hat und sonst hauptsächlich für Marvel- und DC-Comics arbeitet. Der Titel spielt doppelt auf TNG an: auf „Yesterday's Enterprise“ und auf das Serienfinale „All Good Things...“. Die Enterprise steht am Rand eines weißen Lochs, als ein unbekannter Zwischenfall Uhura mit ihrem eigenen Ich ein Jahr in der Zukunft verbindet – mit einer toten Figur, zwei Farbfiltern und einem Weltraumbaby in Steißlage. Ab hier wird gespoilert.

Die Enterprise erforscht ein weißes Loch, eine extrem seltene Anomalie, und schickt eine Sonde hinein. Mitten in der Untersuchung wird das Schiff von etwas Unbekanntem wie von einem Traktorstrahl festgehalten, die Schilde fallen, der Warpkern wird beschädigt. Uhura hört ein musikalisches Signal aus dem Loch, verletzt sich den Kopf und hört kurz darauf Scotty nach ihr rufen – obwohl er das gar nicht getan hat. M'Benga findet bei der Untersuchung nichts, La'an erkennt in den Symptomen (metallischer Geschmack, Schwindel, Realitätsverschiebung) klassische Anzeichen einer Zeitverschiebung. Auf der Suche nach Antworten durchsucht Uhura die Kommunikationskanäle und erreicht eine Stimme, die sich ebenfalls als Uhura meldet – ein Jahr in der Zukunft. Dort kommandiert inzwischen Kirk die Enterprise an einem schwarzen statt einem weißen Loch, Ortegas ist längst Fluglehrerin auf einer Sternbasis, M'Benga meist auf Vulkan stationiert, und Scotty ist seit einem Jahr tot – gestorben bei dem Versuch, sich aus dem Gravitationsfeld des weißen Lochs zu befreien. Die beiden Uhuras erkennen, dass sie zusammenarbeiten müssen, um Scottys Tod zu verhindern: Die jüngere Uhura lässt über Monate heimlich einen Dilithium-Diamanten in einem versiegelten Container wachsen, den die ältere Uhura ein Jahr später abholt, um ihn als Quantenanker für einen Umkehrimpuls zu nutzen – während Christine Chapel ihr nebenbei rät, nicht im Bedauern zu verharren, sondern das Jetzt zu nutzen. Um den Plan auszuführen, muss die jüngere Uhura Captain Pike überzeugen, ohne die Wahrheit preiszugeben; mitten im Bluff bricht ein zweiter, stärkerer Puls aus beiden Enden der Anomalie hervor, und die beiden Uhuras werden buchstäblich über Zeit und Raum hinweg vertauscht – die jüngere findet sich leibhaftig auf der zukünftigen Enterprise wieder, die ältere auf der gegenwärtigen. Kirk durchschaut den Tausch rasch über eine gemeinsame Erinnerung, die nicht passt; ein verstecktes Relief in Uhuras Zukunftsquartier entpuppt sich als Nachricht, die sie sich selbst geschickt hat, verschlüsselt über ein Notensystem. Kombiniert mit einem musikalischen Signal aus beiden Löchern ergibt sich die Auflösung: Wesen namens „Hebammen“ warnen, ein neues Leben liege in Steißlage in der Anomalie fest, man solle fernbleiben – eine Warnung, die als Bedrohung missverstanden wurde. Beide Uhuras steuern per Außenbordeinsatz je eine kleine Drohne mit einem Splitter des Diamanten in ihr jeweiliges Loch, um das Wesen aus der Steißlage zu drehen; die Geburt gelingt, ohne dass die Zuschauer das Wesen selbst zu sehen bekommen. Die Zeitlinie wird repariert, Scotty überlebt, nur die beiden Uhuras behalten die Erinnerung an das Geschehene. Am Ende kehren beide mit neuer Zuversicht in ihren Alltag zurück: die ältere zur Pokerrunde mit Kirk, die jüngere zum Abendessen mit Pike.

Bei der Bewertung geht die Schere diesmal weit auseinander: Marcel vergibt eine 10, Timo eine 6, Basti eine 5. Timo und Basti stören sich vor allem an den Logiklöchern – dass niemand die neue Frisur und Uniform der vertauschten Uhura bemerkt, dass die Romanze zwischen Scotty und Uhura ohne jede Vorgeschichte aus dem Nichts kommt, und dass die Auflösung mit einer dritten, am Ende wieder komplett zurückgesetzten Zeitlinie unötig kompliziert wirkt – Basti hätte sich für mehr Klarheit nur zwei statt drei Zeitebenen gewünscht. Beide loben aber die Optik: Gegenwart und Zukunft sind konsequent über zwei Farbfilter (Sepia und Blau) auseinandergehalten, auch wenn die Kameraführung diesen Unterschied laut Basti nicht ganz konsequent durchhält. Marcel dagegen zählt die Folge zu den stärksten der Staffel, lobt vor allem Celia Rose Goodings Schauspiel als gealterte Uhura samt TOS-typischer Mimik und Frisur und sieht darin nach vielen reinen Konzept-Folgen endlich wieder „echtes“ Science-Fiction-Star-Trek. Erwähnt wird noch ein Insider-Detail: Showrunner Akiva Goldsman und Co-Showrunner Henry Alonzo Myers haben bestätigt, dass die Folge ursprünglich als mögliches Serienfinale geschrieben wurde, weil beim Dreh noch unklar war, ob es eine fünfte Staffel geben würde – was die stark abschließende Stimmung des Schlussmonologs erklärt. Zum Ausklang die große Neuigkeit: Staffel 5 ist offiziell als letzte Staffel von Strange New Worlds bestätigt, allerdings mit nur sechs statt der gewohnten zehn Folgen und als durchgehende Geschichte statt im Genre-Mix-Ansatz dieser Staffel – Berichten zufolge soll sie sogar mit Kirks erstem Tag als Captain der Enterprise beginnen und damit den Kreis zur Originalserie endgültig schließen. Außerdem ist ein neuer Star-Trek-Kinofilm in Arbeit, der nicht in der Kelvin-Zeitlinie spielt und mit neuen Figuren startet.

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